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Der Nationalpark Plitvicer Seen in Kroatien

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Der Nationalpark Plitvicer Seen

Quelle: Wikipedia, die freie Enzeklopedie (gekürzt)

Der Nationalpark Plitvicer Seen (kroatisch umgangssprachlich Plitvice) ist der flächenmäßig größte Nationalpark Kroatiens und zugleich auch der älteste Nationalpark Südosteuropas.

Der große Wasserfall im Nationalpark Plitvicer Seen

Der große Wasserfall im Nationalpark Plitvicer Seen

Er wurde 1949 gegründet und befindet sich im hügeligen Karstgebiet Mittelkroatiens unweit der Grenze zu Bosnien und Herzegowina,

direkt an einer wichtigen Nord-Süd
Straßenverbindung, die das Landesinnere Kroatiens mit der Küstengegend verbindet.

Das geschützte Nationalparkgebiet umfasst 296,85 Quadratkilometer. 

Die Plitvicer Seen wurden 1979 als eines der ersten Naturdenkmäler in das UNESCO-Weltnaturerbe
aufgenommen.

Jährlich besuchen den Park etwa 900.000 Besucher.Der Eintritt ist gebührenpflichtig.

Charakteristik

Der Nationalpark ist für seine kaskadenförmig angeordneten Seen weltbekannt,

von denen an der Oberfläche derzeit 16 sichtbar sind.


Diese bildeten sich durch den Zusammenfluss einiger kleiner Flüsse sowie durch unterirdische Karstzuflüsse. Die entlang einer Fließrichtung angeordneten Seen sind durch natürliche Barrieren voneinander getrennt, eine Besonderheit und ein Merkmal von einzigartigen Naturvorgängen.

Die unterschiedlichen klimatischen Einflüsse, sowie der große Höhenunterschied innerhalb des Schutzgebietes bewirken eine besonders vielfältige Flora und Fauna.

Bekanntheit

Die Bezeichnung Plitvice wurde 1777 erstmals von Dominik Vukasovic, dem Pfarrer von Otocac, schriftlich erwähnt.

Die Plitvicer Seen verdanken ihren Namen dem Naturphänomen, das die Seen schuf. Die Natur bildete zunächst seichte Becken (kroat. pličcina oder plitvak, plitko bedeutet seicht) und letztlich Seen, dadurch, dass sich das Wasser in die Landschaft einschmiegte oder durch Travertinbarrieren immer höher aufgestaut wurde.

Im deutschsprachigen Raum bekannt geworden ist der Park unter anderem durch die Karl-May-Verfilmungen. Einige See- und Wasserfallszenen wurden in diesem Nationalpark gedreht

Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Einzigartigkeit der Naturphänomene in diesem Gebiet endgültig anerkannt. Am 8. April 1949 wurden die Plitvicer Seen offiziell zum Nationalpark erklärt und unter strikten Naturschutz gestellt.

Seit den 60er Jahren sind die Plitvicer Seen durch eine moderne Straße leichter erreichbar, was zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen führte. In diesen Jahren wurden an den Seen zahlreiche Hotels und andere Objekte nach den Plänen kroatischer Architekten errichtet.

Zwischen 1962 bis 1968 wurde in Kroatien ein Großteil der Karl-May-Filme gedreht. Auch der erfolgreichste Film dieser Reihe Der Schatz im Silbersee wurde an einigen Schauplätzen im Nationalpark gedreht. (Im Film stand der Kaluđderovac-See Pate für den Silbersee.)

Der Nationalpark Plitvicer Seen wurde 1979 als eines der ersten Naturdenkmäler weltweit in das UNESCO-Weltnaturerbe aufgenommen wurde.

Traditionen

Die lokale Bevölkerung misst der Bewahrung alter Traditionen großen Stellenwert bei und auch die Tourismuswirtschaft erkennt immer mehr den Wert der Volkskultur. Typisch für die Lika sind niedrige Holzhütten, die mit Roggenstroh oder Schindeln bedeckt waren. Viele Merkmale der damaligen Lebensart spiegeln sich auch in den Trachten der Menschen. Sie geben Aufschluss über die regionale Zugehörigkeit und die soziale Stellung des Einzelnen. Die Männer durften unter französischer Herrschaft ihre Trachten im Militärdienst verwenden.

Eine typische Tradition in dieser Gegend bis zum 20. Jahrhundert war das gesellige Beisammensein in den Wintermonaten (kroatisch: prelo), als keine landwirtschaftlichen Tätigkeiten möglich waren. Es wurden Textilien angefertigt, Butter wurde zubereitet oder man verwertete die Früchte der Ernte (Mehlerzeugung, etc.).

Getränke wie Sliwowitz (Pflaumenschnaps), Wein, Kaffee oder Speisen wie Weichkäse (kroatisch: vrhnje), Polenta, Prsut, Würste wie etwa die Paprikawurst (kroatisch: kobasica), Spanferkel (kroatisch: odojak) oder Lammbraten (kroatisch: janjetina) gehören zur Volksküche der Gegend.

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